Die drei Musketiere

Der Inhalt des Roman von Alexandre Dumas dürfte bekannt sein. Der junge D´Artagnan kommt aus der Provinz nach Paris, um sich bei Monsieur de Treville vorzustellen. Treville befehligt die Musketiere des Königs, und D´Artagnan hofft, selber ein Musketier zu werden. Auf dem Weg dorthin legt er sich mit Athos, Porthos und Aramis an und wird von ihnen zum Duell gefordert. Bevor sie sich schlagen können, werden sie von den Wachen des Kardinals entdeckt. Die wollen sie verhaften, denn Duelle sind verboten, doch die vier treiben die Truppe des Kardinals in die Flucht, freunden sich an und erleben fortan gemeinsame Abenteuer.

Was der französische Zeichner Nicolas Juncker daraus macht, ist sehenswert. Mit vordergründig einfach wirkenden Zeichnungen schafft er individuelle Charaktere und skizziert das Leben der Edelmänner zwischen Königstreue, Krieg und amourösen Abenteuern. Dabei schafft er es, die streckenweise mit komplexen Hintergründen überladene Geschichte von Dumas von überflüssigem Ballast zu befreien und sie klar zu gliedern.

Auf diese Weise entsteht eine spannende, oft augenzwinkernd erzählte Mantel und Degen-Geschichte mit allem, was eine solche Geschichte braucht: Duelle, Leidenschaften, Affären, Intrigen, Verrat und notorisch leere Geldbörsen. Dabei haben auch die Helden ihre Schwächen. Ein Album, das inhaltlich keine großen Ansprüche stellt, aber absolut klasse gezeichnet und amüsant zu lesen ist.

Nicolas Juncker: Die drei Musketiere
264 Seiten, gebunden, 24,90 Euro, Carlsen, ISBN 978-3-551-78696-8

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