Cyann – Tochter der Sterne

1994 erschien der erste Band dieser Reihe bei Carlsen. Erst dreizehn Jahre später erschien Band vier, und die Serie ist immer noch nicht abgeschlossen. Die langen Pausen zwischen den Bänden lagen unter anderem daran, dass Bourgeon einen Prozess gegen seinen französischen Verlag führte (und gewann). Jetzt hat sich Splitter der Reihe angenommen und veröffentlicht nach Reisende und Wind und den Gefährten der Dämmerung auch Bourgeons dritte große Serie Cyann in gewohnter Qualität.

In der Mischung aus Abenteuer und Science Fiction muss die junge Cyann, die der herrschenden Kaste auf dem Planeten Olh angehört, eine Expedition zu dem Planeten Ilo leiten. Grund ist das tödliche Purpurfieber, das die Menschen auf ihrem Heimatplaneten dahinrafft. Auf Ilo hat sie die Chance, ein Heilmittel zu finden. Doch Intrigen machen die Reise zu einem lebensgefährlichen Unternehmen.

Wie immer bei Bourgeon ist die Heldin ebenso gut aussehend wie eigenwillig und äußerst sparsam bekleidet. Auch ihre Lust an Erotik teilt sie mit Isabeau, der Hauptfigur aus seiner Serie Reisende im Wind. Typisch für Bourgeon sind auch seine detailverliebten Zeichnungen. Kaum jemand kann eine so große Vielfalt an Mimik zu Papier bringen wie er. Die Geschichte selber wirkt allerdings, je länger sie wird, ziemlich konstruiert und lange nicht so spannend und kompakt wie die Reisenden im Wind. Sie ist erzählerisch die schwächste seiner drei Reihen.

Dem 112seitigen Album hat Splitter 30 Seiten mit Skizzen angefügt. Während Anhänge in Splitter-Alben meist informativ und sehenswert sind, begeistern die Skizzen in diesem Fall eher weniger. Sechs Bände sollen es insgesamt werden. Die ersten fünf will Splitter bis April 2013 publizieren. Für den abschließenden Band sechs gibt es noch kein Erscheinungsdatum.

François Bourgeon, Claude Lacroix: Cyann – Tochter der Sterne
Band 1: 144 Seiten, gebunden, 26,80 Euro, Splitter, ISBN  978-3-86869-549-6
> Leseprobe

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Ein Gedanke zu “Cyann – Tochter der Sterne

  1. Zitat des Bloggers:

    „Die Geschichte selber wirkt allerdings, je länger sie wird, ziemlich konstruiert und lange nicht so spannend und kompakt wie die Reisenden im Wind. Sie ist erzählerisch die schwächste seiner drei Reihen.“

    ———

    Ja, das fällt allerdings sofort auf, wenn man alle Werke Bourgeons gelesen hat. Wenn ich recht informiert bin, hat Bourgeon bei -Cyann- zum ersten mal mit einem Texter zusammen gearbeitet, anstatt das Werk komplett selbst zu schaffen. Ob’s wohl daran liegt?

    Nichtsdestotrotz ist natürlich ein nicht so guter Bourgeon immer noch besser, als so manches andere 🙂

    Band 5 der Reihe ist merkwürdigerweise momentan vergriffen, lt. telefonischer Auskunft von Herbert Ahnen vom Splitter Verlag, wird der Band jedoch bis zum Sommer neu aufgelegt.

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