Esteban

Wir schreiben das Jahr 1900. Zwischen Kap Hoorn und der Antarktis ist die Leviathan eines der letzten Segelschiffe, das Walfang betreibt. Die meisten anderen Walfänger nutzen bereits moderne Dampfschiffe. Und während die Walfänger der Leviathan noch mit handgeworfenen Harpunen gegen die Wale kämpfen, und dabei nicht selten von den riesigen Tieren getötet werden, nutzen die Dampfschiffer auch hier moderne Technik: Sie schießen ihre Harpunen mit Katapulten in die Schwärme, und die mit Sprengstoff versehenen Harpunen richten regelrechte Gemetzel unter den Walen und den anderen Fischen an.

Esteban hat auf der Leviathan angeheuert. Er ist ein zwölfjähriger Indiojunge, den der Kapitän eigentlich nicht an Bord nehmen wollte. Aber weil ihm der Junge nicht unsympathisch ist, hat er dann doch zugestimmt. Esteban will Harpunier werden. Treffsicher werfen kann er eine Harpune schon, doch noch fehlt  die Durchschlagskraft – schließlich muss die Harpune die Lederhaut des Wals und einen guten Meter Fett durchdringen, wenn der Angriff erfolgreich sein soll. Also muss Esteban zunächst Deck schrubben. Doch als die Leviathan ihr Fanggebiet erreicht, wird alles anders. Denn nicht nur mit den Walen, auch mit den Dampfschiffern gibt es Probleme.

Bonhomme legt hier eine schön zu lesende Abenteuerserie vor. Die Charaktere sind sympathisch und überzeugend ausgearbeitet, die Bilder ansprechend, und die Geschichte wird unterhaltsam erzählt. Salleck hat die ersten zwei Alben der Reihe als Doppelband publiziert. In Frankreich gibt es zwei weitere Alben – es wird also bei Salleck noch mindestens einen weiteren Doppelband geben.

Matthieu Bonhomme: Esteban
96 Seiten, gebunden, 20,- Euro, Salleck Publications, ISBN 978-3-89908-389-7

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