Magritte

campi-magritteDer Untertitel des Albums verrät es schon: Dies ist keine Biografie. Und es ist auch keine. Zumindest keine konventionelle. Trotzdem erfährt man in diesem Album einiges über Leben und Arbeit des belgischen Surrealisten (1898 – 1967). Und zwar deshalb, weil sich der kleine Angestellte Charles Singullier auf dem Flohmarkt einen Hut kauft. Eine Melone, genauer gesagt. Stolz trägt er sie auf dem Kopf spazieren. Ein bisschen extravagant kommt er sich dabei zwar vor. Aber warum nicht! Schließlich steht morgen seine Beförderung an. Da kann man sich schon ein bisschen was gönnen.

Dumm nur, dass er den Hut zuhause nicht mehr vom Kopf bekommt. Jedenfalls so lange nicht, bis er eine geheime Mission erfüllt hat. Als du Magrittes Hut aufgesetzt hast, belehrt ihn plötzlich ein Gesicht an der Wohnzimmerwand, hast du seine Welt betreten. Und jetzt, ergänzt eine nackte Schöne, die wie aus dem Nichts heraus in seiner Wohnung erscheint, musst du auch seine Geheimnisse ergründen.

Das ist leichter gesagt, als getan. Charles begegnet seltsamen Menschen, die sich zu allem Überfluss gelegentlich auch noch verwandeln. In dieser Welt scheint nichts zu sein, was es zu sein vorgibt. Und so beginnt eine spannende, originelle und fantasievolle Reise durch die Gedankenwelt von Magritte – von Thomas Campi ganz im Stil des Meisters umgesetzt.

Thomas Campi, Vincent Zabus: Magritte – Dies ist keine Biografie
64 Seiten, gebunden, 17,99 Euro, Carlsen, ISBN 978-3-551-76168-2

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