Horrifiying Delights + Düstere Stories

suchanek-horrifying-delightsLust auf makabere Geschichten mit finsterem Ausgang? Dann kanns ja losgehen: In den drei in diesem Album versammelten Erzählungen kommt vieles anders als erhofft. In Der Morgen des furchtbaren Glücks geht es um Sex mit Aliens. Der ist verboten, und die Konföderiertenpolizei wacht darüber, dass diese Vorschrift eingehalten wird. Das ist für einen Arzt und seine Geliebte ein Problem, denn einer von beiden ist nicht von dieser Welt. Natürlich gibt es Möglichkeiten, die angedrohten Strafen zu umgehen – aber ob das wirklich die Lösung bringt? Um das schnelle (und große) Geld geht es in Die Millionen-Dollar-Idee. Da gibt es allerdings Probleme mit einem ausrangierten Computer, der eigene Vorstellungen von der Weiterentwicklung der Dinge hat. Und in Ende gut, alles gut zeigt sich, dass Teleportation zu unerwarteten Situationen führen kann.

Die Zeichnungen sind sehr plastisch (siehe Cover – Leseproben hat der Verlag leider nicht online gestellt) und erinnern ein bisschen an US-Stil. Die originellen Geschichten sind für Fans schräger Stories auf jeden Fall empfehlenswert.

Michal Suchánek, Ondrej Neff: Horrifying Delights
112 Seiten, gebunden, 24,95 Euro, Erko, ISBN 9789089821140

font-duestere-storiesAuch in diesem Album geht es, wie der Name schon sagt, um düstere Geschichten. Den Anfang macht eine Reihe von Zwei- und Vierseitern, die inhaltlich stark an die Schwarzen Gedanken von Franquin erinnern. Das ist schwarzer Humor in Vollendung, teilweise richtiggehend gemein in der Grundidee und stark gezeichnet.

Im zweiten Teil des Albums beschäftigen sich unter anderem Sergio Bleda, Klaus Janson, Martin Lodewijk und Manuel G. Quintana in ausführlichen Textbeiträgen mit der Arbeit von Alfonso Font, und davon hat(te) er jede Menge: John Rohner, Carmen Bond, John Sinclair und Barcelona im Morgengrauen sind Reihen von ihm. Einige davon werden mit ein, zwei Seiten als Appetithäppchen vorgestellt.

Nun ist es sicher nicht falsch, das Werk dieses hierzulande eher weniger bekannten Künstlers etwas umfangreicher vorzustellen. Allerdings wirkt die Auswahl ein bisschen willkürlich, und eine übersichtliche Chronologie hätte diesem Teil des Albums gut getan. Das wirkt wenig durchdacht. Die düsteren Stories im ersten Teil (56 Seiten) kommen da besser und haben auch grafisch einiges zu bieten.

Alfonso Font: Düstere Stories
96 Seiten, gebunden, 24,95 Euro, Erko, ISBN 9789089821102

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