Die schwarzen Moore

bec-schwarze-mooreLa Peur (Die Angst) heißt eine von zwei Contes fantastiques, die Guy de Maupassant in den 1880er Jahren geschrieben hat. Die Geschichte steht in der Tradition unheimlicher Erzählungen, in denen vor allem psychologische Elemente überwiegen. Etwa in der Art, wie sie E.T.A Hoffmann, Gaultier, H.P. Lovecraft oder E.A. Poe geschrieben haben. Das Grauen muss nicht realer Natur sein – in der Regel wird es durch die Einbildung verursacht, dass etwas Schreckliches passieren könnte, und gerade diese Ungewissheit treibt die Fantasie immer tiefer in die finstersten Abgründe menschlicher Ängste.

In dieser Adaption geht es um den Fotografen Antoine, der in der weiten Hochebene von Aubrac viele fantastische Motive für seine neue Fotoserie findet. Die karge Landschaft, die düsteren Moore und die aufsteigenden Nebel zaubern wunderbar geheimnisvolle Atmosphären. Leider wird es dabei immer später, und auf der Suche nach einem Nachtlager gerät er auf einen alten, abgelegenen Hof, der von dem mürrischen Baptist und dessen Tochter bewohnt wird. Baptist hat keinen Bock auf Besucher, und seine Tochter überwacht er aus seltsamen Gründen wie ein Kettenhund. Von denen hat er übrigens zwei, und mit ihnen ist nicht zu spaßen.

Im Laufe der Nacht nimmt das Unheil dann seinen Lauf, denn vor vielen Jahren hat Baptiste genau in dieser Nacht etwas getan, das dazu führt, das vor der von Baptiste fest verriegelten Haustür Geräusche laut werden, die – aber das wird hier nicht verraten. Die Story ist nicht kompliziert aufgebaut, der Leser kann sich schnell einen Reim auf Geschehnisse und Ausgang der Story machen. Die düsteren Zeichnungen transportieren sie aber sehr treffend.

Christophe Bec: Die schwarzen Moore
64 Seiten, gebunden, 15,80 Euro, Splitter, ISBN 978-3-95839-427-8
> Leseprobe

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