Lena und die drei Frauen

juillard-lena-und-die-3-frauen2007 erschien das Album Lenas Reise bei Carlsen. Pierre Christin erzählt darin von einer Frau, die in allerlei terroristische Aktivitäten verstrickt wird. Lena und die drei Frauen knüpft locker an die Geschichte an, kann man aber auch lesen, wenn man Lenas Reise nicht kennt.

Eigentlich will Lena ihre Ruhe und hat keinen Bock mehr auf Stress und Action. Deshalb zieht sie sich in das australische Outback zurück, um Ruhe zu haben. Sie hat in ihrem Freund und dessen Sohn eine neue Familie gefunden. Aber dann taucht der französische Geheimdienst doch wieder auf. Angeblich, so der Agent, der sie in der Wüste anspricht, wird es viele Tote geben, wenn sie nicht einwilligt, sich in eine Gruppe von Islamisten einschleusen zu lassen. Die Gruppe, die aus international gesuchten Sprengstoffexperten, Logistikern, Bombenbauern sowie deren Geldgebern und Ideologen besteht, plant einen Anschlag in Paris. Lenas Aufgabe wäre es, das zu verhindern.

Also macht sie sich – ausgestattet mit einer falschen Identität und professionell gefälschten Papieren – auf den Weg. In Georgien nimmt sie Kontakt zu den Islamisten auf und reist mit ihnen in ein abgelegenes Trainingscamp in einem arabischen Land. Dort soll sie drei Frauen, die als Selbstmordattentäterinnen ausgebildet werden, zeigen, wie sie sich in Frankreich unauffällig bewegen können. Ein ziemlich konstruierter, aber spannend erzählter, und von Juillard in gewohnt klarem Strich gezeichneter Krimi.

André Juillard, Pierre Christin: Lena und die drei Frauen
Seiten 56, gebunden, 16,- Euro, Salleck Publications, ISBN 978-3-89908-550-1
> Leseprobe

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3 Gedanken zu “Lena und die drei Frauen

  1. Genialer Geheimagenten-Thriller! Ich finde ihn allerdings überhaupt nicht „konstruiert“ bzw. verstehe nicht genau, was du damit meinst? Der Polit-Thriller ist für einen Krimi sehr klar, linear und ruhig erzählt, es gibt keine Verstrickungen und ein überschaubares Figurenensemble.

    Hier ist meine ausführliche Meinung:
    https://zwieklugscheisser.wordpress.com/2015/09/17/christin-juillard-lena-und-die-drei-frauen-zuletzt-gelesen-063/

  2. Na, alleine schon, dass ausgerechnet SIE diese Gruppe infiltrieren muss. Von dressierten Kängurus habe ich auch noch nichts gehört. Oder dass der weltweit gesuchte islamische Chefideologe extra nach Paris reist, nur um ein paar warme Worte zu sprechen, usw. etc… das ist doch alles völlig realitätsfern. Es ist ein spannender Krimi mit klasse Zeichnungen, keine Frage, aber Sinn macht er keinen.

  3. Ah, okay, ich dachte bei „konstruiert“ an etwas anderes. Also ich habe das alles als absurden Humor verbucht 😉 Dass Lena die Gruppe infiltrieren muss liegt aber darin, dass es eine Frau sein muss und sie nunmal kompetent dafür ist.

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