Little Tulip

boucq-little-tulipBoucq bei Splitter – das musste irgendwann so kommen. Mit Little Tulip legt der Verlag ein Album von Boucq auf, das 2015 auf dem Festival International de la Bande Dessinée in Angoulême als bestes Album nominiert war. Bekannt ist François Boucq als Zeichner von Comics wie Bouncer, Die Frau des Magiers, Mondgesicht oder Teufelsmaul (das bei Splitter neu aufgelegt werden soll).

In Little Tulip (Kleine Tulpe) erzählt Jerome Charyn die Geschichte eines Mannes namens Pawlek, der der New Yorker Polizei bei der Verbrechensbekämpfung hilft. Pawlek ist Tätowierer und hat sein eigenes kleines Studio. Als Tätowierer muss man zeichnen können. Pawlek ist gut darin. Deshalb wird er immer gerufen, wenn es darum geht, Phantombilder anzufertigen. Doch als sich eine Serie von Frauenmorden ereignet, kann auch er nicht mehr helfen. Es gibt keine Zeugen, die den oder die Täter beschreiben können. Erst als Pawlek sich an seine Vergangenheit in einem sibirischen Gulag erinnert, stellt er erstaunliche Verbindungen fest.

Die Story ist spannend (und gewalttätig). Charyn treibt den Leser ohne Pause über die Seiten. Die Bilder haben gewohnte Boucq-Qualität – seine Figuren sind echte Charaktere, keine Schablonen. Die Auflösung am Ende wirkt zwar etwas an den Haaren herbei gezogen, und über den Tiefgang der Story kann man streiten – aber sehenswert ist ein Album von Boucq eigentlich immer.

François Boucq, Jerome Charyn: Little Tulip
88 Seiten, gebunden, 19,80 Euro, Splitter, ISBN 978-3-95839-135-2
> Leseprobe

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2 Gedanken zu “Little Tulip

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