Berlinoir

kleist-berlinoirKleists Trilogie Berlinoir erschien 2004 bis 2008 in der Edition 52. Carlsen legt die drei Bände als überarbeitete Gesamtausgabe mit teils ergänzten und neu kolorierten Zeichnungen und neuem Lettering auf.

Tobias Meissner erzählt darin die Geschichte der Stadt Berlin, in der Vampire die Macht haben. Sie regieren die Menschen, haben aber dafür gesorgt, dass jeder Einwohner über einen Job, Nahrung, Kleidung und eine Wohnung verfügt. Auch viele kulturelle Einrichtungen sind vorhanden. Der Preis dafür: Die Menschen müssen sich regelmäßig Blut abzapfen lassen.

Für viele ist das okay, aber einige Bewohner rebellieren dagegen. Sie finden diese Lebensbedingungen entwürdigend. Also machen sie sich auf, die Vampire zu bekämpfen. Nachdem ein führender Blutsauger getötet wurde, entwickeln die anderen Vampire einen Plan: Wie wäre es denn, einen der Rebellen selbst zum Vampir zu machen und ihn für sich arbeiten zu lassen?

Man kann die Geschichte als Actionstory, als Fantasy oder als Parabel auf den realen Politzirkus lesen. Kleist kleidet sie wie immer in dynamische Bilder. Die Zeichnungen sind zwar noch nicht so stark wie beispielsweise in seiner genialen Graphic Novel Der Boxer, und die Story hat nicht viel Tiefgang. Trotzdem ist es schön, dass dieser Comic wieder zu haben und als gebundene Gesamtausgabe verfügbar ist.

Reinhard Kleist, Tobias O. Meissner: Berlinoir
160 Seiten, gebunden, 24,90 Euro, Carlsen, ISBN 978-3-551-75108-9

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