Titeuf

zep-titeuf-12Es gibt immer noch Menschen, die glauben, dass Comics vor allem lustig sind – und sich wundern, dass in diesem Blog so wenig lustige Comics vorgestellt werden. Das liegt nicht nur daran, dass der Schwerpunkt von Comickunst anderswo liegt, sondern auch daran, dass sich viele Serien, die vorgeben, lustig zu sein, im Grunde nur an den ewig gleichen Klischees abarbeiten.

Was Zep mit seinem Titeuf anstellt, ist zwar auch nicht rasend neu. Aber die Art und Weise, wie Zep den Erwachsenen durch Titeuf den Spiegel vorhält und dessen naives Kinderstaunen über die Widersprüche ihres Lebens herausarbeitet, das hat schon etwas Herzerfrischendes.  Der junge Titeuf muss sich mit Eltern, Lehrern, und zu allem Überfluss auch noch mit seiner kleinen Schwester rumschlagen. Und wenn ihm dann noch Tanja, seine große Liebe, wieder einmal einen Korb gibt, liegt seine junge Welt in Trümmern.

Im aktuell erschienenen Band 12 bekommt Tanja Konkurrenz durch eine neue Schülerin – Ramatu, eine schokobraune Schönheit. Dumm nur, dass die Schöne gut einen Kopf größer ist als Titeuf – da sieht man als Liebespaar blöd aus. Weil die Alben aus kurzen Einzelepisoden bestehen, deren Handlung nicht zwingend aufeinander aufbaut, ist es, wenn man die Serie kennenlernen möchte, egal, welchen Band man zuerst liest – man kann mit jedem Spaß haben. Nicht zuletzt, weil die Figuren sehr ausdrucksstark gezeichnet sind. Die Reihe wurde auch als Zeichentrickfilmen fürs Fernsehen und als 3D-Film fürs Kinos adaptiert.

Zep: Titeuf (bislang 12 Bände)
jeweils 48 Seiten, 9,99 Euro, Carlsen, ISBN 978-3-551-73612-3

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