Zum Abschuss freigegeben

Ein Halbjahresprogramm der Edition Moderne ohne einen neuen Tardi ist schwer vorstellbar. Und das ist gut so, denn seine Zeichnungen muss man nicht mögen, aber wenn man sie mag, kann man kaum genug davon bekommen. Neben politischen Alben wie Elender Krieg, in denen er sich immer wieder mit dem Ersten Weltkrieg beschäftigt, adaptiert er schwarze Krimis von Malet und Manchette, und das so erfolgreich, dass es in Frankreich inzwischen sogar Zeichner gibt, die, wenn sie ebenfalls Malet adaptieren, Tardis Figurenkabinett mit übernehmen. Doch das Original ist allemal besser, und so freut man sich immer über ein neues Album des Meisters.

In diesem Fall geht es um einen magenkranken Killer, der einen Spezialauftrag ausführen soll. Ein Kind soll getötet, aber alles so arrangiert werden, dass der Verdacht auf eine junge Psychopathin fällt, die der Onkel des Kindes gerade als Kindermädchen angestellt hat. Dummerweise ist das Kindermädchen cleverer, als vermutet.

Der Roman mit dem französischen Originaltitel Ô Dingos, ô Châteaux! wurde in Deutschland zweimal veröffentlicht (einmal als Der Killer im Labyrinth, dann unter Tödliche Luftschlösser) und kam unter dem Titel Zum Freiwild erklärt auch in die Kinos. Jetzt also als Comic von Jacques Tardi, in dem die Texte zwar manchmal etwas holprig daher kommen, Tardis Zeichnungen aber stark wie immer sind.

Jacques Tardi, Jean-Patrick Manchette: Zum Abschuss freigegeben
96 Seiten, schwarzweiß, gebunden, 24,- Euro, Edition Moderne,
ISBN 978-3-03731-097-7
> Leseprobe

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