Ein Haus von Frank L. Wright

Eine kleine rosa Tulpe als Geburtsmal auf der Haut – das machte Rebecca (oder hieß sie Rosie? Rhonda? Rita? Daisy?? Roberta???) unverwechselbar. Lambert ist sich sicher – nicht des Namens, dazu ist es zu lange her – aber das Mal, das hatte sie.

Leider streitet die Dame, die er da nach Jahrzehnten zufällig in einer verschneiten Straße trifft, ab, so zu heißen, oder ihn zu kennen – und er kann sie ja schlecht darum bitten, das zu beweisen, denn die Tulpe befand sich auf ihrer linken Gesäßhälfte. Er ist längst ein alter Mann und lebt in einem Seniorenheim, und die Dame seines Herzens, seine ehemals große Jugendliebe aus dem Sommercamp, ist im Laufe der Jahre auch nicht jünger geworden. Doch Lambert ist sich sicher, und so bleibt er dran, und sie lädt ihn immerhin zu einem selbstgemachten Eintopf ein. Das ist doch ein Anfang.

Es sind insgesamt vier Kurzgeschichten, die Cosey hier präsentiert, und alle vier drehen sich um verlorene oder wiedergefundene Liebe. Miniaturen voller Poesie und stiller Sehnsucht, die Jugendträume aufleben lassen, an Verstorbene erinnern und – manchmal – die unerfüllte Liebe von damals in eine Möglichkeit der Gegenwart verwandeln. Ebenso gefühlvoll erzählt wie gezeichnet – nicht nur für Romantiker.

Cosey: Ein Haus von Frank L. Wright und andere Liebesgeschichten
64 Seiten, gebunden, 15,- Euro, Salleck, ISBN 978-3-89908-454-2
> Leseprobe

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