Der Rattenfänger von Hameln

Zeichner André Houot dankt im Vorspann Albrecht Dürer und François Bourgeon, meinen künstlerischen Begleitern. Weshalb er das tut, wird beim ersten Blick in das Album klar. Während Houots SF-Reihe Siebengestirn so wirkt, als mache man einen Ausflug in die Welt von Bourgeons Cyann, kommt es einem bei diesem Album vor, als hätte Houot das komplette Dekor aus Bourgeons Gefährten der Dämmerung übernommen. Er ist nicht so perfekt wie Bourgeon, aber die Atmosphäre mittelalterlicher Marktflecken, Burgen und Wälder wird wunderbar eingefangen.

Die Geschichte selbst dürfte bekannt sein: Die Stadt Hameln leidet unter einer Rattenplage, wie es lange keine gegeben hat. Man hat Angst, dass die vielen Nager die Nahrungsmittelreserven fressen und tödliche Krankheiten einschleppen. Doch erst als ein Mensch von den Ratten angegriffen und zu Tode gebissen wird, ergreift die Stadtverwaltung Maßnahmen. Gesucht werden Rattenfänger, die in der Lage sind, der Plage Herr zu werden. Als nach mehreren gescheiterten Versuchen endlich jemand mit den Tieren fertig wird, verweigert ihm die Stadt den ausgemachten Lohn. Damit nimmt das Unheil seinen Lauf.

Inhaltlich also nichts Neues, aber eine ansprechend gestaltete Adaption, die Freunden gut gezeichneter Mittelaltergeschichten gefallen wird. Und die Fans von Bourgeon werden sicher auch mal einen Blick reinwerfen.

André Houot: Der Rattenfänger von Hameln
48 Seiten, gebunden, 13,99 Euro, Ehapa, ISBN 978-3-7704-3573-9
> Leseprobe

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