Pandämonium

Nach dem Schloss der stummen Schreie legt Ehapa wieder ein All-in-One-Album auf, das unheimliche Vorgänge in geschlossenen Anstalten zum Thema hat. Doch während Das Schloss der stummen Schreie ein reines Fantasy-Album ist, beruht die Geschichte von Pandämonium auf Tatsachen.

Wir schreiben das Jahr 1951. Die kleine Cora ist an Tuberkulose erkrankt. Ihre Mutter bringt sie in das Sanatorium Waverly Hills in Louisville/Kentucky. Vor Jahren ist sie dort selbst behandelt und von Tuberkulose geheilt worden. Doch in diesem Fall läuft alles anders.

Cora begegnet Menschen, denen sie eigentlich gar nicht begegnen kann – sie sind vor Jahren verstorben. Doch Louis, ebenfalls Patient der Klinik, sieht diese Wesen auch. Und dann beginnen die Toten, Geschichten über das Sanatorium zu erzählen. Da ist von Zügen voller Leichen die Rede, die nachts durch einen geheimen Tunnel fahren, und von den seltsamen Methoden der Ärzte.

Autor Christophe Bec mixt hier Horror- und Mystik-Elemente gekonnt mit den teilweise grausamen medizinischen Behandlungsmethoden der 1950er Jahre. Für Spannung ist reichlich gesorgt. Die Zeichnungen von Stefano Raffaele sind zwar sehr konventionell (die morbide Atmosphäre des Covers findet sich im Innenteil nicht wieder), dafür aber eingängig und ausdrucksstark. Krimi- und Mystery-Fans wird das Album gefallen. (Krankenhauspatienten sollten es aber besser erst nach ihrer Operation lesen.)

Stefano Raffaele, Christophe Bec: Pandämonium
160 Seiten, gebunden, 39,90 Euro, Ehapa, ISBN 978-3-7704-3544-9
> Leseprobe

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