Das traurige Ende des Austernjungen

Nein, das ist kein Comic. Es sind kleine, feine, gemeine Zeichnungen unglücklicher Figuren. Schwarzer Humor ist angesagt, wenn Burton das Leben seiner schrägen, morbiden und bizarren Wesen vorstellt – vielleicht am ehesten mit den Werken von Edward Gorey vergleichbar. So dichtet Burton über seinen „giftigen Roland“: Er liebte Asbest, Ammoniak und Zigaretten / ihm war Lebensatem, wovon andere gewürgt hätten. / Er saß über Stunden im Kinderzimmer / mit einer Sprühdose und säß dort noch immer / dicht zugenebelt, kichernd, hehe, / in einer Wolke FCKW. / Auch in der Garage sah man ihn warten, / dass einer käme, den Wagen zu starten, / ihn zu befüllen mit giftiger Luft, dem über alles geliebten Duft.

Die Zeichnungen sind wirklich sehenswert, die Übersetzung streckenweise etwas holprig. Burton ist eigentlich durch seine Filme bekannt (u.a. Batman, Ed Wood, Mars Attacks!, Sleepy Hollow, Planet der Affen,  Alice im Wunderland und viele mehr), aber auch die Ausstellung seiner Werke im New Yorker Museum of Modern Art war ein Publikumsmagnet.

Die Leseprobe ist leider ziemlich hingepfuscht. Nur acht der sechzehn Seiten zeigen Bild und Story. Zudem stehen nicht die richtigen Seiten nebeneinander. Also besser auf Einzel- statt auf Doppelseitenansicht gehen.

Tim Burton: Das traurige Ende des Austernjungen
128 Seiten, gebunden, 15,- Euro, Quadriga Verlag, ISBN 978-3-86995-006-8
> Leseprobe

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