Wandering Ghost

Moki ist ein etwas rätselhaftes Wesen. Die 1982 in Brilon geborene und derzeit in Hamburg lebende Malerin ist so scheu, dass sie schon mal einer ihrer vielen eigenen Ausstellungen im In- oder Ausland fern bleibt und selbst aus ihrem richtigen Namen ein Geheimnis macht. In dem bei Reprodukt erschienen Sammelband Asleep in a foreign place kann man wundersame Motive und Wesen bestaunen, die einer phantastischen Märchenwelt entsprungen zu sein scheinen. Alles wirkt sehr filigran, wie hingehaucht und auf die Seiten geträumt. Atmosphärisch ähnlich ist auch Wandering Ghost – mit dem Unterschied, dass es sich dabei nicht um eine Sammlung von Motiven, sondern um einen richtigen Comic handelt.

Ganz ohne Worte beschreibt Moki die Erlebnisse eines kleinen, fuchsähnlichen Tieres, das auf dem Weg zum Erwachsenwerden die oft fremd anmutende Welt um sich herum entdeckt. Es ist eine reine Fantasiewelt, in die Moki ihre Leser schickt. Auch hier arbeitet sie mit sehr filigranem Strich, schafft naiv anmutende Atmosphären, ohne dabei jemals in Kitsch abzugleiten. Das ist wunderhübsch anzusehen und streckenweise ebenso rätselhaft und scheu wie die Zeichnerin selber.

Dem braunweiß gezeichneten Album liegt ein 16seitiger Farbteil bei, der einige Motive der Geschichte in Braun- und Ockertönen illustriert. Mag sein, dass sich der Inhalt der Geschichte aufgrund der assoziativen Erzählweise nicht jedem erschließt. Die Bilder anzusehen lohnt allemal.

Moki: Wandering Ghost
88 Seiten, braunweiß & farbig, 16,- Euro, Reprodukt, ISBN 978-3-941099-79-1
> Leseprobe

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