Der Buddha des Himmels

Der Buddha des Himmels ist eine Figur, um die sich Legenden ranken. Ist er Mythos, oder gibt es ihn wirklich? Das ist die Frage, die viele Archäologen beschäftigt. Ein Jäger ist es schließlich, der die Figur 1955 in den Bergen Tibets entdeckt. Leider kann er niemandem mehr darüber berichten, denn anstatt den Bär zu erlegen, der die Buddhahöhle bewacht, erlegt der Bär ihn.

Was nicht unbedingt schlecht ist. Denn der Buddha des Himmels, so wollen es jedenfalls die tibetischen Mönche im angrenzenden Tal, soll ein Geheimnis bleiben. Auch das abseits lebende Mädchen wird vor der Öffentlichkeit abgeschottet. Sie ist die fünfte Lhahl, eine Reinkarnation ihrer Vorgängerin, die während einer Reise tödlich verunglückte. Aber will das Mädchen wirklich eine Lhahl sein – mit allen Verpflichtungen, die das mit sich bringt? Oder möchte sie sich lieber dem jungen Gifford anschließen – einem Engländer, der keine Lust hat, sein Studium fortzusetzen, und sich statt dessen in Asien herumtreibt?

Cosey siedelt seine Geschichte in dem politischen Konflikt zwischen Tibet und China, Religion und Aufklärung an. Über mehrere Jahre hinweg begegnen und verlieren sich die Lhahl und Gifford immer wieder. Coseys Bilder erinnern an Pratt, haben aber eigenen Charakter. Sie sind gewohnt großflächig angelegt. Er versteht es, wie schon in Auf der Suche nach Peter Pan, die Atmosphäre seiner Schauplätze authentisch einzufangen. Ein schönes, auch spannendes Album, das nicht nur Cosey-Fans gefallen wird. Der Zweiteiler ist bei Salleck als stabil gebundene Gesamtausgabe erschienen.

Cosey: Der Buddha des Himmels
140 Seiten, gebunden, 29,- Euro, Salleck, ISBN 978-3-89908-379-8

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