O’Boys

USA in den 1930er Jahren: Angelehnt an den Roman von Mark Twain erzählen Philippe Thirault und Steve Cuzor die Geschichte von Huck Finn. Hucks alkoholsüchtiger und despotischer Vater verprügelt seinen Sohn beim geringsten Anlass. Als der Vater eines Tages verschwindet, um sich einer Gefängnisstrafe zu entziehen, wird Huck von einem wohlhabenden kinderlosen Ehepaar adoptiert.

Mit dem gesitteten Leben hat Huck aber so seine Probleme. Er treibt sich lieber in den Hütten der Schwarzen herum, die für seine Adoptiveltern arbeiten, denn da ist erstens eine Menge los, und zweitens spielen die eine starke Musik. Dabei freundet er sich mit Charley Williams an – einem Schwarzen, der lieber Gitarre spielt, als zu arbeiten. Nachdem einige Dinge schief laufen, beschließen die beiden, sich nach Kalifornien abzusetzen.

Wie Mark Twain und Jack London schicken auch Thirault und Cuzor den Leser auf die Reise durch ein Land, das geprägt ist von Rassismus und den damit verbundenen Gewalttätigkeiten. Huck und Charley schlagen sich so durch, schließen sich den Hobos an und erleben eine Menge Abenteuer.

Die Zeichnungen bringen die Kulisse des Mississippi und der Südstaaten sehr schön rüber. Das Album ist der erste Band einer Serie, deren zweiter Band im Juli erscheinen soll. Weitere Bände sind geplant. Für Freunde spannender Abenteuergeschichten.

Steve Cuzor, Philippe Thirault: O’Boys (Band 1)
64 Seiten, gebunden, 13,95 Euro, Ehapa, ISBN 978-3-7704-3348-3

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2 Gedanken zu “O’Boys

  1. Hallo werter Schreiber,

    ich bin durch Zufall auf dieses Blog gestoßen und es hat mich direkt dazu inspiriert blind Reisende im Wind Bd. 1 und Peter Pan Bd. 1 zu bestellen (aufgrund einer kleinen Randbemerkung im Artikel zu Canoe Bay, wegen der ich direkt weiter recherchiert habe).

    Was dieses Blog vielleicht ergänzen könnte wäre eine Klassikerempfehlungsliste für (Halb-)Neueinsteiger wie mich, denn ich kenne außer den Funny-Klassikern nichts ernsthaftes im Comicbereich und würde mich bei meinem wiedererweckten Comic-Interesse gerne erstmal an die Klassiker wagen, bevor ich mich dann mal um Neuerscheinungen kümmere. 🙂

    Viele Grüße,

    ein Neu-Feedabonnent

  2. Hallo Treibel,

    danke für die Anregung.

    So was könnte man natürlich machen. Aber einerseits sind die Geschmäcker da sehr verschieden (was ist ein Klassiker, und was nicht). Und andererseits ist es gerade im Comicbereich, wo meist nur kleine Auflagen gedruckt werden, oft so, dass die Klassiker ausverkauft sind.

    Werden sie dann wieder neu aufgelegt (wie z.B. Reisende im Wind), werden sie hier auch rezensiert. Also schau einfach ab und zu rein, und du wirst auf Dauer mehr Empfehlungen finden, als deiner Geldbörse gut tut. 🙂

    Viel Spaß im Blog.

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