Der Skorpion

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Nun – jeder weiß, dass man sich mit dem Teufel besser nicht einlassen soll. Deswegen wurde die Mutter des Mannes, den man den „Skorpion“ nennt, auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Weil sie es doch getan hat. Denn man behauptet, ihren Sohn habe der Teufel gezeugt. Was immerhin den Vorteil hat, dass der Mann ein teuflisch guter Degenfechter wurde, weshalb die Schergen des Vatikans, die ihm ständig auf den Fersen sind, ziemlich alt gegen ihn aussehen. Und das jetzt schon acht Bände lang – Ende nicht absehbar.

In dieser Mantel-und-Degen-Reihe präsentieren Stéphen Desberg und Enrico Marini starke Männer und raffinierte Frauen, Liebe, Intrige und Verrat, korrupten Adel, dekadenten Klerus und edle Kämpfer – kurz: alles was man braucht, um eine flotte Abenteuerserie über viele Bände am Laufen zu halten.

Diese Zutaten sind austauschbar. Man könnte auch die von Marini nach einem Szenario von Dufaux gezeichnete Serie „Raubtiere – Jäger der Nacht“ lesen. Inhaltlich das gleiche Muster, nur das Dekor ist anders. Edelkitschige Abenteuergeschichten aus der Abteilung leichte Unterhaltung, die sich sehr süffig runterlesen. Spannend erzählt, und die Bilder sind opulent und farbenprächtig und produzieren stimmige Atmosphären. Wer Serien wie „Giaccomo C.“ mag, wird auch diese mögen. Im Gegensatz zu „Giacomo C.“ ist die Handlung hier fortlaufend und wird nicht in jedem Band abgeschlossen – es macht also Sinn, mit dem ersten Band anzufangen.

Enrico Marini, Stéphen Desberg: Der Skorpion
bislang 8 Bände, je 48 Seiten, 12,- Euro, Carlsen, ISBN 978-3-551-74941-3 (Bd 1)

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