Fuck

brown-fuckDie Pubertät ist eine spannende und eine finstere Zeit. Spannend, weil man dauernd neue aufregende Sachen entdeckt – finster, weil es  quälend ist, dass man mit all den neuen Sachen irgendwie überhaupt nicht richtig klar kommt. Denn natürlich ist es schön, dass man endlich total verliebt ist. Aber wie zum Teufel soll man sich gegenüber dem Subjekt der Begierde verhalten???

Der kanadische Zeichner Chester Brown kann solcherlei Verunsicherungen darstellen wie kaum ein anderer. Seine autobiografischen Alben Ed the Happy Clown, Playboy-Stories und Fuck erschienen in den 1990er Jahren im damaligen Kult-Verlag Jochen Enterprises, den es leider nicht mehr gibt. Jetzt wurde Fuck bei Reprodukt neu aufgelegt.

Entgegen den Erwartungen, die der Titel auslöst, geht es in dem Comic nicht um das eine. Chester wird von seinen Mitschülern immer verspottet, weil er sich weigert, genau dieses Wort auszusprechen. Seine Schüchternheit wird auch deutlich, als er sich in ein Mädchen verliebt und sich ewig überlegt, ob er es ihr sagen, und wenn, was er dann mit ihr unternehmen soll. Und was ist dann mit der anderen, die zwar in ihn, in die er aber nicht verknallt ist? Ach, schwierig ist die Zeit der Pubertät, und Chester ein wunderbarer Chronist.

Chester Brown: Fuck
192 Schwarzweiß-Seiten, 16,- Euro, Reprodukt
ISBN 978-3-938511-96-1
> Leseprobe

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