Breakdowns

Jaja – Art Spiegelman ist ein Genie. Wer wollte das nach seinem epochalen Werk „Maus“ bezweifeln. Aber „Breakdowns“? Braucht die Welt das wirklich?

Da gibt es zunächst 20 Seiten, auf denen er erzählt, wie er als Kind Comics entdeckt hat. Aha. Dann folgt eine Sammlung kurzer Comics aus den siebziger Jahren. Vier Seiten „Höllenplanet“, drei Seiten „Maus“, eine Abhandlung darüber, wie Witze funktionieren, und was er sonst noch so alles in der Schublade gefunden hat. Stilistisch mal Crumb, mal Pop-Art, mal ganz was anderes. Okay, er hat experimentiert, das haben in den siebziger Jahren alle, aber wen interessiert das heute noch?

Spiegelman-Fans sicher, und auch für Sammler ist das Album nicht uninteressant – schon alleine aufgrund des Überformats. Ansonsten kann man es vielleicht so sagen: Es ist nicht falsch, es zu kaufen. Es fehlt aber auch nicht, wenn man es nicht hat. Der Untertitel charakterisiert das Album vielleicht am treffendsten: „Portrait des Künstlers als junger %@*!“

Art Spiegelman: Breakdowns
84 Seiten, gebunden, 29,90 Euro, S. Fischer Verlag, ISBN 978-3-10-076805-6

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