Halbe Wahrheiten

Ben ist Ende 20, sarkastisch, egozentrisch und orientierungslos. Seine Arbeit als Filmvorführer füllt ihn nicht wirklich aus, die Beziehung mit der Asiatin Miko ist nach vielen Jahren festgefahren, auch die sonst so anregenden Gespräche mit seiner besten Freundin, der lesbischen Alice, interessieren ihn nicht mehr so recht. Als Miko wegen eines Jobs für einige Zeit vom heimischen Kalifornien nach New York zieht, spitzen sich die Dinge zu: Im Kino übt eine blonde Performance-Künstlerin eine unwiderstehliche Anziehung auf Ben aus. Soweit der Pressetext des Verlags.

Halbe Wahrheiten sind meist fester Bestandteil jeder Beziehungsdiskussion, und das geht auch Ben so, als er von Miko auf seine Vorliebe für weiße Frauen angesprochen wird. Doch auch Miko erzählt nicht alles, was es zu erzählen gäbe, weil sie Beziehungsstress vermeiden will.

Adrian Tomine hat in seinem Schwarzweiß-Album mit klarem Strich und klarer Sicht auf die Details des Metropolenalltags wieder eine authentische Geschichte aus dem prallen Leben parat, in dem es auch um kulturelle und sexuelle Identität geht. Wenig spektakulär, aber überzeugend geschrieben.

Adrian Tomine: Halbe Wahrheiten
104 Seiten, schwarzweiß, 13,- Euro, Reprodukt, ISBN 978-3-938511-39-8
> Leseprobe

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